So wirst Du zum PDF-Profi: Teil 3 – Was sind DeviceLink Profile?

Es handelt sich hierbei um eine spezielle Variante von ICC-Profilen, die eine vordefinierte Farbtransformation/Farboptimierung direkt von der Quelle zum Ziel in einem Profil abbildet.

Jeder Farbwert des Quellfarbraums wird also direkt – ohne Umwege über einen Zwischenfarbraum – in einen bestimmten Farbwert des Zielfarbraums konvertiert.

Dabei können Quell- und Zielfarbraum je nach Einsatzzweck eines DeviceLink-Profils unterschiedlich oder gleich sein.

Warum DeviceLink Profile (Schwächen von ICC basierten Farbkonvertierungen)?

CMYK Daten liegen in einer Separation vor, zum Beispiel »ISOcoatedv2«. Konvertieren Sie diese CMYK Daten nach ISOcoatedv2_300 geschieht dies immer über einen Referenzfarbraum (i. d. Regel Lab).

CMYK Daten sind 4 kanalige Daten, die Sie in einen 3 kanaligen Farbraum überführen, um dann in ein anderes CMYK zu gelangen. Dabei kann der Schwarz-Kanal nicht geschützt werden und er wird wie alle anderen Farbkanäle, neu separiert.

Ein 100 K in ISOcoatedv2, wird also kein 100 K in ISOcoatedv2_300 nach der Konvertierung sein. Deutlicher wird es, wenn wir uns einen 100 K Text der auf überdrucken steht vorstellen. Wenn dieser Text vierfarbig in ISOcoatedv2_300 vorliegt, bekommen wir »Passerungenauigkeiten« im Druck und ein »Überdrucken« kann nicht mehr erfolgen.

100 K Text in ISOcoatedv2

100 K Text nach der Konvertierung in ISOocatedv2_300

DeviceLink Profile sollten also dann immer zum Einsatz kommen, wenn Sie eine »saubere« Separation erhalten möchten. Dies gilt für CMYK zu CMYK genauso wie für RGB zu CMYK Konvertierungen.

Ein weiterer Vorteil ist nicht nur der Schutz von Primärfarben (wie in unserem Beispiel der 100 K Text), sondern auch der Schutz/Steuerung von Sekundärfarben, Farbauftrag und Konstellationen wie unbunt aufgebaute Töne (CMK, MYK, CYK). Zum Schluss sollte erwähnt sein, das nur Daten verändert werden, wo es notwendig erscheint. Dies ist bei einer ICC basierten Arbeitsweise nicht möglich.