Der Fiery Druck Server: Die ultimative Anleitung

Fiery Server wurden für ihre intuitive Benutzeroberfläche – die Anwendung Command Workstation® – bereits mehrfach mit Industriepreisen ausgezeichnet.

Die Anwendung Command Workstation, die lokal und remote und sowohl auf Mac- als auch auf Windows-Computern ausgeführt werden kann, unterstützt eine Vielzahl von Aufgaben: von der Verwaltung der Fiery Server über das Farb- und Auftragsmanagement bis hin zur Vorbereitung und abschließenden Prüfung von Aufträgen vor der Druckfreigabe.

Dank der visuellen Unterstützung und der intuitiven Gestaltung der Oberfläche können Aufträge mit einem deutlich reduzierten Zeit- und Kostenaufwand erstellt und vorbereitet werden.

Mit Fiery Go lässt sich die Produktivität zusätzlich steigern. Operatoren können mit Fiery Go den Status der Fiery Driven™ Drucker auf ihren iOS- und Android-Geräten (Smartphones oder Tablets) überwachen und Druckaufträge verwalten.

Grundsätzliches zur PDF Verarbeitung

Es gibt zwei grundlegende Verarbeitungstechnologien. Zum einem den bekannten »CPSI PostScript-Interpreter (3020)« und zum anderen die Adobe PDF Print Engine in der Version 3.0 (APPE). Die APPE hat den gravierenden Vorteil, das PDF Dateien ohne die Konvertierung nach PostScript auskommen. Fehler in der nativen Transparenz Verarbeitung gibt es bei korrekten Color Management Einstellungen nicht.

Wann ist die APPE dem CPSI PostScript Interpreter vorzuziehen?

  • In einem »reinen PDF-Workflow« ist der Einsatz der APPE dringend erforderlich
  • Es werden häufig Designs mit Transparenzen gedruckt, insbesondere auch Transparenzen, die mit
  • Wenn APPE basierende Workflows für den Offsetdruck mit Workflows für den Digitaldruck vereinheitlicht werden (akkurate und gleichbleibende Wiedergabe des Designs auf Offset- und Digitaldruckmaschinen gleichermaßen)
  • Für die Auftragsübergabe sollen bevorzugt von »Fiery Hot Folder« überwachte Ordner und die Menüoption »Datei > Importieren« in der Anwendung Command Workstation verwendet werden

Ausgabehelfer in der »externen« Fiery

Fiery Virtuell Printers

Fiery Virtual Printers ist eine Softwarekomponente, mit der ein Administrator einer Produktionsumgebung virtuelle Drucker erstellen kann.

Bei einem virtuellen Drucker handelt es sich um eine spezielle Konfiguration mit spezifischen Druckeinstellungen für ein bestimmtes Ausgabegerät, die Anwendern unter einem vorgegebenen Namen zur Verfügung gestellt wird.

So könnte beispielsweise ein Anwender, der regelmäßig Abibücher druckt, seine Dateien an einen Drucker mit dem Namen »Abibuch« senden, um die Interaktion zwischen Anwender und Produktion auf ein Minimum zu reduzieren und gleichzeitig sicherzustellen, dass alle zugehörigen Daten erfasst werden.

Anders als von Fiery Hot Folders überwachte Ordner werden virtuelle Drucker vom Fiery Administrator zentral verwaltet und konfiguriert.

Alle Einstellungen werden in der Anwendung Fiery Command Workstation vorgenommen, und nur ein Administrator kann die freigegebenen virtuellen Drucker und ihre Detailinformationen anzeigen und/oder bearbeiten. Virtuelle Drucker sind so ausgelegt, dass sie auch direkt im Druckertreiber als Ziel ausgewählt werden können.

Die Komponente Fiery Virtual Printers gehört bei externen Fiery Server zum standardmäßigen Leistungskatalog und ist für eingebettete Fiery Server als optionale Erweiterung erhältlich.

Fiery Hotfolders

Die Softwarekomponente Fiery Hot Folders bietet die Möglichkeit, den Prozess der Auftragsübergabe zu automatisieren, da Dateien, die gedruckt werden sollen, einfach per Drag-and-Drop an Ordner übergeben werden können, die von der Komponente überwacht werden.

Fiery Anwender können überwachte Ordner selbst erstellen und im Netzwerk freigeben, damit andere Anwender die Möglichkeit erhalten, den Druckprozess zu beschleunigen und die Fehlerquote zu senken.

Anwender können die zu druckenden Dokumente mit der Maus in einen überwachten Ordner ziehen oder dorthin kopieren; von dort werden sie unter Verwendung der für den Ordner festgelegten Druckeinstellungen an den Fiery Server gesendet.

Überwachte Ordner können verwendet werden, um bestimmte Auftragseigenschaften vorzugeben und um Aufträge auszuschießen und zusammenzuführen.

Überwachte Ordner machen das wiederholte Konfigurieren der Druckeinstellungen für gleichartige Aufträge überflüssig und ermöglichen das direkte Drucken von Dateien, ohne die jeweilige Originalanwendung (z. B. Adobe Photoshop®) öffnen zu müssen.

Da überwachte Ordner auf dem Hostcomputer wie normale Ordner angezeigt und im Netzwerk freigegeben werden können, können über sie Aufträge jedes Typs übergeben werden, ohne dass die jeweilige Anwendungssoftware auf dem Computer installiert sein muss.

Das Fiery Graphic Arts Package, Premium Edition, umfasst ein Set spezialisierter Filter, die für Fiery Hot Folders entwickelt wurden.

Mithilfe dieser Filter können Aufträge im nativen Dateiformat an überwachte Ordner übergeben werden, ohne dass die Originalanwendung geöffnet werden muss. Aufträge können auf diese Weise mit vordefinierten Einstellungen an den Fiery Server gesendet werden – zum Beispiel mit vorrangigen Druckeinstellungen, Ausschießattributen und Parametern für die Dateiformatkonvertierung.

Die Komponente Fiery Hot Folders gehört bei externen Fiery Server zum standardmäßigen Leistungskatalog und ist für eingebettete Fiery Server als optionale Erweiterung erhältlich.

Die »Fiery Hotfolder Konsole« zur Erstellung neuer Hotfolder

Eigenschaften erstellen und sichern

Farbeinstellungen lassen sich beliebig viele in der Fiery sichern. Dreh- und Angelpunkt ist immer die »Command Workstation (Aktuell Version 6)«. Das sichern der Eigenschaften gibt eine enorme Produktionssicherheit für wiederkehrende Aufträge.

Beispiel Sie erhalten eine »hoch komplexe PDF/X-4 Datei« mit RGB, CMYK und Graustufen in Verbindung mit Transparenzen. Eine solche Datei ist nicht trivial zu verarbeiten. Ist mir jedoch dies gelungen, macht es Sinn diese Einstellungen »lokal« oder »Server seitig« zu sichern.

Die »lokalen Sicherungen« lassen sich über das Kontextmenü hinter einem Klick auf die »Vorgaben« öffnen, verwalten. und exportieren


Sichern und Verwalten von »Job Eigenschaften«

Es lassen sich neben den Farbeinstellungen ebenfalls »Auftragsinformationen, Medium-, Layout-, Bild- und Finishing-Einstellungen so wie der Variabele Datensatz« einrichten und sichern.

Fiery Preflight

Der Fiery hauseigene Preflight ist »rudimentär« und ersetzt keinesfalls einen Professionellen Preflight in Adobe Acrobat, PitStop oder anderen Werkzeugen der Druckvorstufe.


Preflight Einstellungen lassen sich auch sichern


Die Ergebnissansicht nach dem Preflight

Color Management im Fiery Druckserver

Sobald über Color Management geschrieben wird, kann es sein das einige der genannten Begrifflichkeiten unbekannt erscheinen. In dieser Serie können Sie zu jeder Zeit zurück klicken, um nach diesen Begrifflichkeiten Ausschau zu halten.

Das Gerätecenter

Im »Gerätecenter« lassen sich grundsätzliche Einstellungen und »Ressourcen« festlegen. Bevor also Aufträge verarbeitet werden, werden diese Einstellungen im Gerätecenter konfiguriert.


Festlegung des »Standards« für die Farbverarbeitung

Kontrollstreifen

Der »Farb-Kontrollstreifen ist ein sehr wichtiges Werkzeug zur Kontrolle und Farbmessung.

Im Gerätecenter lassen sich bestehende Kontrollstreifen mit Informationen anreichern oder gänzlich neue importieren.


Kontrollstreifen lassen sich editieren, sichern, importieren und exportieren

Interessant sind die Vielzahl der »Auftragsinformationen«, die mit gegeben werden können

Import und Verwaltung von ICC Profilen

Ohne ICC Profile kann eine verlässliche Farbausgabe (Druck) nicht funktionieren. Im Gerätecenter können ICC-Profile dem Fiery Druckserver zur Verfügung gestellt werden.

Speicherort unter Windows

WINDOWS\system32\spool\drivers\color

Speicherort unter Mac OS

/System/Library/ColorSync/Profiles 
/Library/ColorSync/Profiles
~/Library/ColorSync/Profiles


Es wird zwischen CMYK- und RGB-Quellprofilen, Ausgabeprofilen und DeviceLink Profilen unterschieden

Die Spotfarben (Sonderfarben) Verwaltung

Die »Spotfarben« Verwaltung ist ein echtes Highlight in der Fiery. Neben dem Anlegen von Gruppen und Sonderfarben, können »DeltaE« Werte in Abhängigkeit zum gewählten Medium angezeigt werden. Zusätzlich können Sonderfarben mit eigenen CMYK Werten belegt werden und es wird ebenfalls der DeltaE Wert angezeigt.

Einfache Erklärung DeltaE (dE)

Befinden sich zwei Farben in der Kugel des Lab- Farbraum und ich könnte eine Schnur zwischen den Punkten spannen, so wäre die Länge der Schnur das Delta E. Durch den Delta E Wert wird also nur der Farbabstand aber nicht die Lage im Lab- Farbraum angegeben.

Farbabstand ΔE Bewertung
bis 0,2 nicht wahrnehmbar
0,2 bis 0,5 sehr gering
0,5 bis 1,5 gering
1,5 bis 3,0 deutlich
3,0 bis 6,0 sehr deutlich (Reklamationswürdig)
6,0 bis 12 stark
Größer 12 sehr stark

Das Kontrollfenster für die Spotfarben Verwaltung

Wichtige Farbeinstellungen in der Fiery

Die zahlreichen Möglichkeiten, die uns die Fiery bietet, scheinen auf den ersten Blick verwirrend. Daher ist es sehr wichtig zu wissen, was die einzelnen Optionen für eine Funktionaltät und Auswirkung im Druck auf unterschiedliche Konstellationen haben.

Die ersten Optionen in den Farbeinstellungen

  • Folgende Einstellungen gibt es
  • Farbmodus/Ausgabeprofil
  • Farbeingabe
  • Farbeinstellungen

Farbmodus/Ausgabeprofil

  • »CMYK« soll heißen, das nur CMYK Farben gedruckt werden (verarbeitet werden). »CMYK+« ist nicht für alle Fiery Druckserver vorhanden und bedeutet, das zusätzliche Farben neben CMYK gedruckt werden können. Die Sonderfarben Konfiguration für die Option »CMYK« erfolgen im Geräte Center unter »Spotfarben«.
  • »Grau« ist eine Einstellung, wenn der gesamte Auftrag nur in Schwarz gedruckt werden soll.
  • Unter »Ausgabeprofil« wird die Ausgabe definiert, das zum Verarbeiten eines Auftrags verwendet wird. Die in einem Auftrag enthaltenen Farbdaten werden in den Farbraum des Druckers konvertiert. Dieser Farbraum wird durch das Ausgabeprofil beschrieben.

Wichtig Die Kalibrierung, die mit dem Ausgabeprofil verknüpft ist, wird vor der Verarbeitung auf den Auftrag angewendet. Ohne eine Kalibrierung zum gewählten Ausgabeprofil wird es keine verlässliche Farbverarbeitung geben.

Praxis Drucken Sie einen gleichen Auftrag (wiederkehrender Job) einmal mit und einmal ohne Kalibrierung, werden zwei unterschiedliche Druckergebnisse das Resultat sein.

Der »Farbmodus« mit seinen Optionen

Farbeingabe

Neben anderen Funktionalitäten ist die »Farbeingabe« verantwortlich, das z. B. RGB Farben mit einem Quellprofil korrekt verarbeitet werden. Dies erfolgt durch das aktivieren der Option »Eingebettetes Profil verwenden«.

Ist diese Option deaktiviert, werden RGB Quellprofile in dem Job vom Druckserver mit seinen Einstellungen überschrieben.

Praxis Eine PDF/X-4 Datei enthält sowohl RGB als auch CMYK Farben mit ICC-Profil. Um eine korrekte Konvertierung (Farbverarbeitung) zum Ziel zu ermöglichen, benutze ich die RGB Informationen (ICC Quell Profile), die der Kunde angehängt hat. Nur so ist es möglich, eine Farbauftrag messtechnisch zu prüfen und zu beurteilen.

Wichtig Werden keine RGB Quellprofile verarbeitet, besteht keine Reproduzierbarkeit. Jeder verwendete Fiery Druckserver kann den Job mit unterschiedlichen Ausgabefarbräumen gedruckt haben.

Darstellung zur farbkonsistenten Verarbeitung von RGB Daten mit Quellprofil

Unter »RGB Wiedergabeart« ist der Rendering Intent gemeint.

Die »CMYK Verarbeitungsmethode« klärt ob der Aufbau der Farben auf dem Druckbogen über den Farbaufbau der Quelle oder dem Ziel erfolgen soll. In der Regel lautet die korrekte Einstellung »Komplett (Ausgabe-GCR). Die Option »Reine Primärfarben« kann hilfreich für einen zweifarbigen Job sein. Jedoch erfährt diese Option kein reproduzierbares Color Management,

Erklärung

»GCR« heißt Gray Color Replacement (Unbuntaufbau). Theoretisch sollen alle Primärfarben (C M Y) zusammen gedruckt ein Schwarz ergeben. Dies ist jedoch nicht der Fall und es wird Schwarz benötigt.

Nun stellt sich die Frage wie dieses Schwarz erzeugt werden kann. Im GCR Modus werden die Farben 127R, 127G und 127B ein 50% Schwarz ergeben. Ohne den GCR Modus, wird der Farbwert 58C, 45M und 45Y ergeben.

Ist der RGB Farbton für Text oder Grafiken bestimmt, wäre das zweite Ergebnis nicht zielführend. Die Verarbeitungsmethode »Komplett (Ausgabe-GCR)« stellt also sicher, dass der Schwarzaufbau des Ausgabeprofils auch Verwendung findet.

Nur so wäre auch eine »Papiersimulation« möglich; zum Beispiel bei einem Proof.

Die drei Optionen zur CMYK Verarbeitung

Nur Schwarz für RGB-Grautöne

Wenn die Option »RGB-Grau nur mit Schwarz drucken« aktiviert ist, wird jede RGB-Farbe, die als „R=G=B“ definiert ist, nicht mit allen Grundfarben (CMYK), sondern nur mit Schwarz gedruckt.

Analog wird, wenn die Option CMYK-Grau nur mit Schwarz drucken aktiviert ist, jede CMYK-Farbe, die als „C=M=Y=0 und K=beliebig“ definiert ist, nur mit Schwarz und nicht mit allen Grundfarben (CMYK) gedruckt.

Beispiel

Office Dokumente bestehen aus RGB Farben. Dies betrifft schwarz anmutenden Text, Grafiken und Bilder gleichermaßen. Ist der Text zum Beispiel. 127R, 127G und 127B wird so ein 50% Schwarz heraus kommen.

Sie können die Optionen RGB-Grau nur mit Schwarz drucken oder CMYK-Grau nur mit Schwarz drucken für »Text/Grafikelemente« oder »Text/Grafikelemente/Bilder« aktivieren. Unter Grafiken sin Bitmap-Bilder gemeint.

Hinweis

Die Option »Nur Schwarz für Grautöne« kann für das Graustufen-Quellprofil mit denselben Optionen für Text/Grafiken und Text/Grafiken/Bilder aktiviert werden.

Folgene Einschränkungen sind zu beachten

  • Die Optionen RGB-Grau nur mit Schwarz drucken und CMYK-Grau nur mit Schwarz drucken haben keine Auswirkung auf einen Auftrag, der als »Separationen« gesendet wird.
  • Wird für die Option CMYK-Wiedergabeart die Einstellung »Reine Primärfarben« festgelegt, hat die Option CMYK-Grau nur mit Schwarz drucken keinen Einfluss auf die Ausgabe.
  • Wenn Sie die Option »RGB/Lab- in CMYK-Werte separieren« aktivieren, wird die Option RGB-Grau nur mit Schwarz drucken deaktiviert. Die Option »RGB-Grau nur mit Schwarz drucken« muss aktiviert sein, kann die Option RGB/Lab- in CMYK-Werte separieren nicht aktiviert werden
  • Wird für die Option »Schwarze Texte und Grafiken« die Einstellung Reines Schwarz – EIN oder CMYK-Schwarz – EIN verwendet, so hat im Falle von reinschwarzen Text- und Grafikobjekten (100 % K) diese Festlegung Vorrang vor den Optionen RGB-Grau nur mit Schwarz drucken und CMYK-Grau nur mit Schwarz drucken.
  • Falls »Grau als Spot-Farbe« angeben wird, haben diese beiden Optionen keinen Einfluss auf das Grau.

Die Optionen für RGB und CMYK Grautöne

Spot-Farbe

Spot-Farben oder Sonderfarben werden im Gerätecenter angelegt und editiert. Ist die Option »Spot-Farbe« aktiviert, schaut die Fiery ob es die im Dokument angelegte Sonderfarbe in den Geräte Center Einstellungen gibt. Sollte dies nicht der Fall sein, wird die betreffende Farbe im Dokument simuliert.

Die Option über eine Spot-Farben Simulation oder der Übernahme der CMYK Werte aus dem Geräte Center

Farbeinstellungen

Unter den »Farbeinstellungen« verbergen sich qualitativ hochwertige und notwendige Funktionen zur PDF/X Verarbeitung. Die wichtigsten Funktionen werden praxisnah beschrieben.

Alle Optionen in der Funktion »Farbeinstellung«

PDF/X Ausgabemethode

Ist diese Funktion aktiviert, wird die Ausgabebedingung (Output Intent) in der zu verarbeitenden PDF von der Fiery zur Umrechnung (Anpassung) der Dokumenten Farben benutzt.

Schwarzerkennung und das überdrucken

Diese Funktion ermöglicht es »reines« Schwarz zu erkennen. Reines Schwarz bezieht sich sowohl auf R0=G0=B0 als auch auf 100K. Es werden hier noch keine »Überdrucken« Informationen angewendet. Die Option »Reines Schwarz-EIN« stellt sicher, dass die Funktion »Schwarz überdrucken« funktionieren kann (Kapitel 9).

Achtung Stellen Sie sich eine Grafik vor, vielleicht ein 100K Logo. Der Hintergrund ist eine breite Linie mit den Farbwerten 80C und 80K. Wenn die Funktion »Schwarz überdrucken (REIN)« für Text und Grafiken gleichermaßen gilt, wird die Hintergrundfarbe durch das Logo (Grafik) durchscheinen.

Die Funktion »Schwarze Texte und Grafiken« stehen in Verbindung mit der Funktion »Schwarz überdrucken (REIN)«

Composite Ausgabe überdrucken

Keine Einstellung in der Fiery schafft oftmals solche Unsicherheit bei Ihrem Einsatz.

Viele Funktionen, die sich hier »unter der Haube« abspielen sind für den CPSI PostScript Interpreter und der APPE gleichermaßen gültig.

Grundsätzlich werden als »überdruckend« angelegte Elemente in der PDF Datei erkannt und korrekt verarbeitet.

Dies gilt für CMYK und Sonderfarben gleichermaßen. Selbst wenn das Dokument in RGB angelegt wurde, schafft es die Funktion auch in diesem Fall ein korrektes überdrucken auszugeben (natürlich nur wenn eine RGB Konvertierung korrekt eingerichtet wurde).

Empfehlung Diese Funktion gehört in einem PDF/X-4 Workflow definitiv aktiviert.

Insbesondere beim überdrucken von ehemals transparenten Objekten, ist die Funktion notwendig

RGB Transparenzen optimieren

In modernen Designanwendungen ist es sehr einfach, transparente Objekte auf einer Seite anzulegen. Die Definitionen dieser transparenten Regionen werden in das PDF-Dokument eingebettet und zur Steigerung der Produktivität vom digitalen Frontend (DFE) auf eine Ebene reduziert. In den Designanwendungen kann der Farbraum (Transparenzreduzierungs-Farbraum) festgelegt werden, der für das Überblenden der transparenten Regionen in der PDF-Datei verwendet werden soll. Der APPE-Interpreter von Adobe übernimmt diese intendierte Überblendung der Farbräume nicht konsistent, sondern verwendet standardmäßig bei allen Aufträgen denselben Farbraum. Diesem Verhalten kann entgegen gewirkt werden, indem im Fiery Druckertreiber oder im Fenster „Auftragseigenschaften“ auf dem Fiery Server die Option „RGB-Transparenz optimieren“ aktiviert wird. In diesem Fall wird der Interpreter angewiesen, für das Überblenden den Farbraum zu verwenden, der in der PDF-Datei definiert ist. Auf diese Weise können Artefakte in der Druckausgabe vermieden und die Erwartungen des Designers respektive Kunden voll und ganz erfüllt werden.

Empfehlung

Auch diese Funktion gehört in einem PDF/X-4 Workflow aktiviert.

Überlappende transparente RGB Objekte werden korrekt gerendert wenn die Funktion aktiviert wird.

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